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Die SPD MOL bekennt sich klar zur Zukunft der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH

Veröffentlicht am 24.08.2026 in Kommunalpolitik

Quelle: spd mediahub

Der Landkreis Märkisch-Oderland bekommt den demographischen Wandel der sich in letzten Jahren vollzieht, deutlich zu spüren. Auch im Jahr 2025 ist die Einwohnerzahl des Landkreises erneut um knapp 1.700 Einwohner geschrumpft und so wurden im Jahr 2025 nur 1049 Kinder geboren. Bislang hat der Landkreis vom Zuzug profitiert, die seit Jahren bestehende niedrige Geburtenrate hat auch nun Folgen auf die medizinische Versorgung des Kreises. Auf Grund dieser seit Jahren sich vollziehenden Entwicklung musste nun in diesem Jahr die Geburtenstation im Krankenhaus Strausberg geschlossen werden.

Vor allem sinkende stationäre Fallzahlen, neue Qualitäts- und Leistungsanforderungen, der anhaltende Fachkräftemangel sowie steigende Personal- und Sachkosten setzen die Krankenhaus MOL GmbH zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Daher hat das zum Landkreis gehörende Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH in den letzten drei Geschäftsjahren erhebliche Verluste geschrieben. Hinzu kommt ein hoher Investitionsbedarf, um die Anforderungen der Krankenhausreform erfolgreich umzusetzen. Perspektivisch sollen mehr Krankenhausleistungen ambulant statt stationär und die Verweildauer der Patienten (die Anzahl der Tage, die ein Patient im Krankenhaus verweilt) in den Krankenhäusern weiter deutlich reduziert werden und müssen auch dann bestimmte Leistungsgruppen angeboten werden, um weiter die Rettungsstation betreiben zu dürfen... (bitte lesen Sie weiter)

Die seit Jahren bei der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH schwierige wirtschaftliche Lage sowie verspätete Zahlungen der Krankenkassen führen zu Liquiditätsengpässen. Daher mussten für die Krankenhaus MOL GmbH in den beiden Sondersitzungen des Kreistages am 10.Juni sowie 23. Juni 2026 die Gewährung von Liquiditätshilfen als auch Investitionshilfen aus dem Sondervermögen zur Modernisierung von u.a. Operationsräumen beschlossen werden. Der Krankenhausgesellschaft wurde ein nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 4,9 Millionen Euro sowie ein langfristiges Darlehen in Höhe von 1,1 Millionen Euro gewährt, damit der Klinikverbund liquide bleibt. 

Diese Beschlüsse gehen maßgeblich auf die Initiative und das Engagement der SPD Märkisch-Oderland zurück!

Mit der Gewährung dieser finanziellen Zuschüssen setzt der Kreistag ein klares Zeichen für den Erhalt einer leistungsfähigen und wohnortnahen Gesundheitsversorgung im Landkreis. Aber ob er auch in 2027 noch einmal Finanzhilfen gewähren kann ist fragwürdig. Gleichzeitig wird deutlich, dass kommunale Krankenhäuser angesichts der Krankenhausreform des Bundes und der damit verbundenen strukturellen Veränderungen vor enormen Herausforderungen stehen.

Aber auch die Krankenkassen stehen aus Sicht der SPD in der Verantwortung. Die Leistungen der Krankenhäuser müssen schneller abgerechnet und vergütet werden, damit die Häuser nicht zusätzlich in Liquiditätsschwierigkeiten geraten.

Wir als SPD erwarten aber auch bei der Geschäftsführung  mehr Transparenz über die wirtschaftliche Entwicklung der Krankenhaus GmbH und der Kreistag muss infolgedessen regelmäßig und frühzeitig informiert werden, damit wir notwendige Entscheidungen rechtzeitig treffen können. Nur so können wir die Zukunft unseres kommunalen Krankenhauses langfristig sichern.

Für die SPD Märkisch-Oderland steht fest: Eine hochwertige, wohnortnahe Gesundheitsversorgung gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und muss dauerhaft gesichert werden.

OV SPD André Lossin

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